Donnerstag, 13. Mai 2010

Pflügezeremonie

Traditionell wird zu Beginn der Regenzeit auf dem gr0ßen Platz
vor dem Königspalast die Pflügezeremonie abgehalten. In Anwe-
senheit eines Mitgliedes des Königshauses wird der zu einem Reis-
feld umgestaltete Platz von einer Prozession samt Brahmanen um-
gepflügt und symbolisch Reis gesäht. Die Überraschung kommt je-
.
doch zum Schluss - kaum endet die Zeremonie, gibt es kein Halten mehr für die Zuschauer, sie stürmen den Platz, um einige der Reis-
körner zu ergattern, die ihrer eigenen Ernte Glück bringen sollen.

Donnerstag, 29. April 2010

Aotearoa

. "Land der großen
. . weißen Wolke"
wie es von den Maori
genannt wird, liegt von
Bangkok aus nur halb
so weit entfernt wie von Deutschland aus und trotzdem haben wir noch 11 Std. gebraucht, bis wir in Auckland schließlich ankamen.
Auf dem Programm standen
sowohl die Nord- als auch die
Südinsel und damit sollten gut
5.500km Fahrspass neben un-
zähligen Natureindrücken zu-
sammen kommen. Selbstver-
ständlich durfte dabei auch die
Kultur der Ureinwohner nicht zu kurz kommen. Die traditionellen Riten der Maori & ihre Bauten lernten wir bei einer Show kennen.
Neuseeland ist immer Bewegung, alle paar Tage ereignet sich ir-
gendwo auf den Inseln ein Erdbeben - auch als wir dort waren, nur
haben wir es nicht bemerkt. An anderen Stellen blubbert die Erde
oder läßt Wasser in Fontänen herausschießen. All das verbunden
mit einem zum Teil unwirklichen Farbenspiel der Natur. schöööön!
Mit eines der Highlights waren die Tiererlebnisse. Dabei konnten
weder Robben, Tölpel noch Albatrosse dem Schauspiel der Delfine
und den majestätischen Walen den Rang ablaufen - einfach genial ;-)

Ein nicht unwesentlicher Teil unserer Reise war natürlich quer
durchs Land den Weingütern gewidmet - Sauvignon Blanc war auf
der Nordinsel unser Favorit,
während wir uns auf der Süd-
insel für Pinot Noir begeistern
konnten. Mal in traditioneller
mal in hoch moderner Umge-
bung genossen wir die edlen
Tropfen - die wahre Wonne ;-)
Die unterschiedlichsten und super schönen Landschafts- & Natur-
eindrücke haben uns begleitet. Mal im Vorbeifahren mit dem Auto


mal vom Schiff aus oder auf der Wanderschaft durch Vulkangebiet,
beim "Tongariro Apine Crossing", unserer Tagestour von 19,4 km,
die uns zusätzlich noch einiges an Höhenmetern abverlangte.
Glücklich noch vor dem Regen die Strecke gemeistert, hieß es zum Schluss nur noch, Füsse hoch und im Rasen abliegen - happy happy

Mittwoch, 31. März 2010

Eine Kaffeefahrt ...

ist für Thailand nicht nur deshalb ungewöhnlich, weil es hier wenig
Sinn macht, Heizdecken verkaufen zu wollen, sondern auch, weil
es eigentlich kein typisches Kaffee-Trinker-Land ist. Ungeachtet
dieser Tatsache fuhren wir (Barbara, Kerstin & ich) in den Norden
Thailands, um in den Bergen nahe
Chiang Mai eine Kaffeefarm zu be-
suchen. 1100m hoch in den Ber-
gen gelegenen ist die "Suan Lahu"
Farm bislang nur mit Allradfahr-
zeugen zu erreichen, was sich aber
mit dem Bau einer Straße in Kürze
ändert. Unsere Unterkunft auf der Plantage entsprach dem Stil der umliegenden Lahu Dörfer - ein offenes Longhouse aus Bambus, in
dem wir nicht nur schliefen sondern auch von den Dorfbewohnern
bekocht wurden. Beim Erkunden von Kaffeeplantage & Umgebung
besuchten wir ein Lahu Dorf auf dem gegenüberliegenden Berg.
Farm-Eigentümerin Carina erzählte uns
dabei einiges über Anbau, Ernte & Verar-
beitung von Kaffeesträuchern, -kirschen
& -bohnen. Sogar die seltene Zibetkatze
ist in der Region zu Hause. Sie frißt die Kaffeekirschen, scheidet sie
wieder aus und veredelt den Kaffee durch enzymische Prozesse.
Auf diese Weise entsteht einer der wertvollsten Kaffees der Welt,
der dort "Cat-Puchino" genannt wird. . hmmmm- lecker ;-)
Zu guter Letzt durften wir uns sogar
noch unseren eigenen Kaffee in einem
nostalgischen Handröster rösten. Dabei
lernt man, dass sich die Bohnen über
Gelb in immer dunkleres Braun verfär-
ben und zwischendrin ein ploppendes
Geräusch erzeugen. Dabei entledigen
sie sich eines feinen Häutchens. Aber
erst zum Zeitpunkt des zweiten Plop-
pens wird es ernst. Dann heisst es den
richtigen Moment abpassen, wann die Bohnen fertig geröstet sind.
Und hier das Ergebnis unserer selbst gerösteten Kaffeebohnen !!