Mittwoch, 18. März 2009

"Markt auf Schienen"

Schon die Zugfahrt nach Samutsonkram,
südöstlich von Bangkok, war ein Erlebnis.
Vorbei an kleinen Dörfern & Gebieten in
denen Salz gewonnen wird, bis zur End-
haltestelle. Dort hieß es umsteigen, auf einer Fähre den Fluss über-
queren, um die Zugfahrt auf der anderen Seite fortzusetzen. Vor
kreuzenden Strassen und anderen Gefahrenquellen verlangsamte
der Zug immer sein Tempo und ließ mehrmals ein dumpfes Signal
ertönen. Und genau damit kündigte er sich auch unserem Ziel an,
einem einzigartigen Markt,
direkt an oder besser AUF
den Schienen. Man kann es
kaum fassen, aber durch
diesen Markt fährt der Zug
mitten durch und das -sage
und schreibe- acht mal am
Tag. Wir haben es hautnah
miterleben können wie die
Markisen innerhalb von Se-
kunden eingeklappt und die
Waren gerade mal so weit
von den Schienen weggerückt werden, um dem durchfahrenden Zug Platz zu machen. -> Du glaubst es nicht!, wenn Du es nicht siehst



Kaum ist der Zug durchgefahren, schon wird alles wieder aufge-
klappt und vorgeschoben. Als wäre nichts gewesen geht das bunte
Treiben weiter. Zart beseitet darf
man beim Einkauf allerdings nicht
sein, denn manches Gemüse war so
exakt positioniert, dass der Wagon
gerade so darüber hinwegfahren
konnte - das ist wohl die besondere
Art der thailändischen Würze. ;-))

Montag, 23. Februar 2009

Death Railway

Im 2. Weltkrieg ließen die Japaner 200.000
Gefangene unter menschenunwürdigen Be-
dingungen eine 415 km lange Bahnstrecke,
die Thailand mit Burma verband, in nur 17
Monaten erbauen. Rd. 100.000 Gefangenen
hat die Brutalität, Hunger oder Krankheit dabei das Leben gekos-
tet und der Bahn damit zu IHREM zweifelhaften Namen verholfen.
Auf den Spuren dieser Strecke
starteten wir in Kanchanaburi.
Morgens um 5 mußten wir uns
aus dem Bett schälen, um den
Zug über die "Brücke am Kwai"
Richtung Nordwesten zu errei-
chen. Und, kaum zu glauben,
pünktlichst um 6.05 Uhr fuhr
der Zug ein und auch schon wieder ab. In der Holz-
klasse ging es, zusammen mit vielen Thais, die uns
auch gleich ins Herz geschlossen haben, bis in den
Ort: Nam Tok. Prickelnd dabei war die Fahrt über

das Wang Po-Viadukt, vorbei an steilen Felsen, wo die ehe-
maligen Kriegsgefangenen während der Bauarbeiten der Bahnlinie
in Höhlen hausten. Weil ab Nam Tok die Bahnstrecke demontiert
ist, ging's für uns mit dem Auto weiter zum Hellfire Pass, an dem
eindrucksvoll in einem Museum und begehbaren Pass die Mühen
& Qualen der Bauarbeiten und Zwangsarbeiter dargestellt werden.
Den Namen erhielt der Pass, weil die Gefangenen auch nachts
beim Schein von Öllampen in mühsamer Handarbeit einen Pass
durch das Gestein treiben mussten und deren Schatten dabei wie
Höllenfeuer an den Wänden tanzten. Die Strecke führte über den
"Drei Pagoden Pass" nach Burma, wo unser Umkehrpunkt war.

Dienstag, 10. Februar 2009

Typisch-Thai-2 / Massage

Massagen jeglicher Art sind aus
Thailand nicht wegzudenken
und das Gute ist, sie werden an
jeder Ecke und in jedem Umfeld
angeboten: in Massageläden,
Shoppingmals, am Strand, in
Parks, auf Märkten und sogar
im Tempel, wie dem "Wat Pho".
Die typischste aller Massagen ist die Thai-Massage, bei der man quasi passiv gejogat wird. .Autsch, das kann auch schon mal zwicken.
Fussmassage ist ein MUSS! Bisher war jeder davon
begeistert und manch einer konnte gar nicht genug
davon bekommen.. "chrrrrrrrr - pffffhhh " - Es ist mir
allerding ein Rätsel, wie man dabei einschlafen kann????
Und dann gibt es da noch Ölmassagen, Ayuvedamassage ... und
jede Menge anderer Arten. Und das Beste dabei ist, man bekommt
all dies zu erschwinglichen Preisen - im Vergleich zu Deutschland ;-)

Donnerstag, 29. Januar 2009

Brrrrr - war das kalt !?!?


kaum zu glauben, aber wahr,
wir haben unsere Pullover &
Jacken rauskramen müssen,
weil die Temperaturen hier in
Thailand auf gerade mal 14°C
gefallen waren. Wir haben ge-
schlottert und Gisela & Horst
haben's genossen ;-)
Aber eins ist sicher: die Heisse Zeit kommt bestimmt!

Dienstag, 13. Januar 2009

Szenerie

Nach dem Dezember Endspurt wurde es Zeit, mal wieder ein paar
Tage auszuspannen. Was lag da näher, als die Feiertage am Jahres-
anfang gleich zu nutzen und in Richtung Strand aufzubrechen.

Unterwegs fuhren wir durch ein kleines Fischerdorf, in dem am
Strassenrand und wo immer Platz war jede Menge Tintenfische
verschiedener Größen getrocknet wurden. Südlich von Hua Hin
lag unser eigentliches Ziel, denn
wir waren gar nicht so sehr auf
Strand und Wasser aus, als viel-
mehr der Erkundung des Natio-
nalparks: Khao Sam Roi Yot.
Von der sumpfigen Tiefebene,
wo Lotusblüten & verschiedene
Vogelarten existieren, setzen
sich bizarre Kalksteinformationen ab. Sowohl schöne Strände als auch interessante Höhlen gehören zum Park. Das Highlight aller-
dings ist nicht ohne Schweisstropfen zu bewundern.

Auf einer Strecke von 1 km mussten wir über zwei Berge kraxeln,
um dann in einer Höhle mit einer sensationellen Szenerie belohnt
zu werden - wirklich beeindruckend.

Das war jeden einzelnen Schweisstropfen wert ;-)

Freitag, 5. Dezember 2008

Oh, Du fröhliche ...

Alle Jahre wieder und überall... werden die Kerzen angezündet, Kekse gebacken und besinnliche Lieder angestimmt. Wirklich überall...? Nein, in einem schönen Land im fernen Asien werden vielmehr Räucherstäbchen verwendet, leckere Glasnudelsalate angerichtet und jedermann mit Partymusik beschallt.
Wir haben die Symbiose aus beiden Welten versucht. Schaut her:



Unseren Familien & allen lieben Freunden wünschen wir
auf diesem Weg beschauliche Adventstage,
erfolgreiches Geschenkejagen, ein schönes
Weihnachtsfest und natürlich einen guten
Rutsch in ein gesundes, friedliches und
ökonomisch stabiles 2009.. Wir freuen uns
schon sehr, Euch alle bald wieder zu sehen.
Und immer dran denken: Der Flughafen ist offen!
Stephan & Carmen

Mittwoch, 26. November 2008

Verbrennungszeremonie

Eines der wichtigsten, wenn nicht gar das
Wichtigste Ereignis diesen Jahres, war die
Verbrennung von Princess Galyani, der
älteren Schwester des Königs. Gestorben
war sie bereits am 02. Januar 2008. Wie
für Angehörige des Königshauses jedoch
üblich, wird der Leichnahm frühestens
nach 100 Tagen, nicht aber in der Regen-
zeit, verbrannt, so dass Mitte November
als Zeitpunkt festgelegt wurde. Extra dafür
wurde 9 Monate lang eine Verbrennungsplattform gebaut, die
historischen Trauerkutschen wurden in akribischer Kleinstarbeit aufgemöbelt und 3 Proben der Zeremonie mit königlicher Garde
fand im Vorfeld statt - zu der auch wir uns einen Sonntag, morgens um
halb 7, auf den Weg gemacht haben.

Die eigentliche Zeremonie, ging über 5 Tage, wurde von Tausen-
den besucht und life vom Fernsehen übertragen. > beeindruckend !


Montag, 10. November 2008

"Tea-Time"

Eintauchen in die Natur im Norden von Malaysia,
das hieß erst einmal, 250 km von Kuala Lumpur
entfernt, Serpentinen bis auf 1600 m Höhe hinter
uns zu bringen. Belohnt wurden wir dann mit dem
bizarr lieblichen Bild der "Cameron Highlands", die quasi als
Synonym für den Teeanbau in der Hochebene Malaysias stehen.

Hier mußte der Urwald schon vor
vielen Jahren den Teesträuchern
weichen, da das Klima -feuchtwarm,
aber nicht heiß-. ideal für die zarten
Gewächse ist. Wie ein marmorierter
Samtteppich erscheinen einem die
Hügel, dass man sich gar nicht satt
sehen konnte. . -> sooooo schöööön
Wir waren dann auch schwer beein-
druckt, wie an den steilen Hängen,
natürlich von Hand, die jungen Tee-
Blätter geerntet werden mußten.
Leider hatte das Wetter nicht ganz so mitgespielt, weshalb wir die geplanten Wanderungen, für die die Gegend ebenfalls bekannt ist,
nicht machen konnten. Dafür haben wir die englische Landhaus-
atmosphäre mit einem Gläschen Rotwein am Kamin genossen.
-> auch nicht so übel ;-)))
Mit auf dem Programm stand dann noch Mossy-Forest, wo in
ca. 2000 m Höhe Nebelschwaden durch die moosbewachsenen
Bäume ziehen, eine Schmetterlingsfarm, Bienenzucht mit Honig-ernte und eine Teefabrik.